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Novalis Kenotaph. Eine Ausstellung über das Fremdwerden in der frühen Romantik


18. November - 31. Dezember 2001

Diese Ausstellung war ein weiterer Schritt in dem Bemühen des Museums, Erinnerung räumlich zu codieren: Eingedenken als Ergebnis einer Konstellation von Dingen und Projektionen, Licht und Ton.
In einem Zaubergarten aus versteinerten Bäumen, Tierschädeln, Edelsteinen, Kohle und Salz schwimmt ein unsichtbares Schiff, auf dessen Segel Wolken ziehen, persische Miniaturen und romantische Malerträume sichtbar werden, begleitet von Auszügen aus Novalis' Hymnen, gregorianischen Gesängen und einem Song von Lou Reed.
Auf einem Mobile schweben Sätze aus Novalis' Brouillon durch den Raum, die die bestürzenden Parallelen zwischen dem vernetzenden Denken des Philosophen und Salinen-Assesors und den Netzwerken der heutigen Kommunikationstechniken ahnen lassen.

Für das Werkbundacrhiv - Museum der Dinge ist Novalis einer der geistigen Gründerväter, der mit der Aufwertung des Alltäglichen auch einen Basisbaustein für ein modernes Verständnis der Alltagskultur legte:

"...indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, ... gebe, so romantisiere ich es."

Video "Novalis" ca.4Min49Sek, ca.13 MBytes, Quicktime (hier klicken um das Video in einem neuen Browserfenster zu öffnen)






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