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Das Museum - eine Einrichtung zur Erforschung der Dinge


Eine Kooperation mit der marcel-breuer-schule, Oberstufenzentrum für Holztechnik, Glastechnik und Design

Das Werkbundarchiv - Museum der Dinge möchte mit der als "Offenes Depot" angelegten Schausammlung einen kritischen Zugang zur Sachkultur des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart ermöglichen und insbesondere Schüler, Studenten und andere Auszubildende für die Geschichte und Gestaltung der Produktkultur sowie die Mechanismen des Konsums sensibilisieren.

In dem langfristig angelegten Patenschaftsprojekt zur kulturellen Bildung mit der marcel-breuer-schule (OSZ) in Berlin-Weißensee haben die Begriffe zur Beschreibung des institutionellen Selbstverständnisses "museale Versuchsanstalt" und "Lern- und Arbeitsplattform" an realer Substanz gewonnen. Die Partnerschaft zwischen der berufsbildenden marcel-breuer-schule und dem Werkbundarchiv - Museum der Dinge gehört seit 2009 zu den Zoom-Patenschaften und von der PwC-Stiftung gefördert.

In einem ersten gemeinsamen, im Sommer 2009 abgeschlossenen, Projekt "Das Museum – eine Schule der Dinge" (vom Berliner Projektfonds "Kulturelle Bildung" finanziert) wurde eine prototypische Struktur der Kooperation von Schule und Museum am Beispiel einer konkreten museumsrelevanten Prüfungsaufgabe für die Schüler entwickelt. Die künftigen Produktdesign-AssistentInnen hatten die Aufgabe, ausgehend von ausgewählten Sammlungsbereichen des Museums Ausstellungskonzepte und -modelle sowie dazu passende Leitsysteme zu entwickeln.

Zur ersten Präsentation im Museum vom 26. März bis 20. April 2009

Die Kooperation hat sich inzwischen auf 7 Klassen der MBS ausgedehnt und ist weitgehend in den Schul- und Museumsalltag integriert.
Ausgerichtet auf das Wahrnehmen, Analysieren, Interpretieren, Erkunden, Ausprobieren werden den SchülerInnen im Rahmen verschiedener Workshops mit externen künstlerischen Mitarbeitern oder in Zusammenarbeit von Schul- und Museumsmitarbeitern unterschiedliche Zugänge zur materiellen Kultur und zum kulturellen Berufsfeld vermittelt und die Entwicklung eines ästhetischen Selbstverständnisses befördert. Die konkrete Erarbeitung der gestellten Aufgaben wird intensiv begleitet in regelmäßigen Arbeitstreffen mit LehrerInnen und MuseumskuratorInnen bis zu den abschließenden Präsentationenen der Ergebnisse in Schule und Museum.

Abschluss des Projekts "Das Museum – eine Schule der Dinge"




















Die gemeinsame Arbeit war prozesshaft angelegt und die Inputs für die SchülerInnen waren nicht starr auf reine Anwendbarkeit orientiert, wie es die Ausbildung häufig vorgibt. Stattdessen wurde ein Changieren zwischen assoziativen Zugängen zu den Dingen (z.B. zeichnerisches Erfassen unter freien thematischen Gesichtspunkten) und einem systematischen Arbeiten angestrebt. Diese prozesshafte, offene Struktur trug auch zur Verunsicherung der SchülerInnen bei, die sich aber im Verlauf des Arbeits- und Bildungsprozesses in immer größere Selbstsicherheit wandelte.

Die Wahrnehmung der unterschiedlichen Rollen und Einschätzungen der Projektbeteiligten sowie der enge Zusammenhang von Inhalt und Form (eine Gestaltungsaufgabe ist ohne eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung nicht gut lösbar) waren sicher wichtige Erkenntnisse bei den Schülerinnen und Schülern. Sowohl Schule als auch Museum haben viel gelernt in Bezug auf die Verbesserung von Kommunikationsstrukturen sowie die Vermittlung der ihnen wichtigen Inhalte. Das Projekt wurde mit einer umfassenden, gedruckt vorliegenden, Dokumentation abgeschlossen.

Wir verstehen kulturelle Bildung in Erweiterung der üblichen museumspädagogischen Arbeit nicht nur als eine Auseinandersetzung mit den inhaltlich-thematischen Aspekten unseres speziellen Museums, sondern auch mit der musealen Struktur als Teil kultureller Identitätsarbeit. Ausgehend von der gesellschaftspolitischen Verantwortung von Museen richtet sich unsere Aufmerksamkeit darauf, die heutige Produktkultur und die Geschichte der Dinge im 20. und 21. Jahrhundert immer wieder neu wahrzunehmen und wahrnehmbar zu machen.






























marcel-breuer-schule
Projektbericht der marcel-breuer-schule
Rück- und Ausblick im Dezember 2010
Dingpflegschaft der Klasse PDA 01 der marcel-breuer-schule
Dingpflegschaft der Klasse PDA 02 der marcel-breuer-schule
Dingpflegschaft der Klasse PDA 03 der marcel-breuer-schule
Dingpflegschaft der Klasse PDA 04 der marcel-breuer-schule



Das Museum - eine Einrichtung zur Erforschung der Dinge
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