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Die Sondersammlungen des Werkbundarchiv -Museum der Dinge | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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SONDERSAMMLUNG WALTER BENJAMINDie Sammlung Walter Benjamin besteht aus: - Photographien von Benjamin - Photographien seiner Freunde - Zeitschriftenausschnitte mit Markierungen von Benjamin - Erstdrucke seiner Werke - Zeitschriften - Artikel von Benjamin in Erstdrucken - Bücher aus dem Besitz Benjamins - Bücher von Freunden Benjamins - Benjamins Scheidungsurkunde - Übersetzungen von Werken Benjamins - Sekundärliteratur - keine Autographen Bedeutung für das Museum: Walter Benjamin war, u.a. und in seinen Worten, ein Physiologe der Dingwelt. Wie alles, was Benjamin betrachtete, geraten auch die Dinge bei ihm in einen Schwebezustand zwischen historischem Materialismus und Theologie. Vor allem im Passagenwerk wird Benjamins Methode des Erinnerns sichtbar. Die Nuancen eines Dings umfassen räumliche und zeitliche Nähe und Ferne, sie berühren alle Sphären der Kultur und schließen sich zu oszillierenden Netzen zusammen. In den geschichtsphilosophischen Thesen setzt sich Benjamin u.a. kritisch mit dem Historismus auseinander. Eine Erinnerung, dieGeschichte als lineare Folge von Fakten begreift, fügt sich den herrschenden Interessen ein. Wenn Erinnerung nach verschütteten Möglichkeiten und dem Blick der Besiegten sucht, muss sie Geschichte gegen den Strich bürsten und durch Konstellationen Räume schaffen. Walter Benjamin wurde zum wichtigsten Lehrer des Werkbundarchivs -Museum der Dinge, das seinem Gedenken 1990 eine Ausstellung und zwei Bücher widmete. |
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