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TAG DER OFFENEN TÜR
29. August 2009
Unter dem Dach der Oranienstraße 25 finden Sie zwei Kultureinrichtungen mit langer
Tradition, einen Kunstverein und ein Museum: die NGBK (Neue Gesellschaft für Bildende
Kunst) und das WERKBUNDARCHIV -
MUSEUM DER DINGE.
Im
Woodstock-Jahr 1969 gründete sich der basisdemokratisch organisierte
Verein "Neue Gesellschaft für Bildende Kunst" in Berlin und bietet nun
seit 40 Jahren seinen Mitgliedern (KünstlerInnen, KuratorInnen) und der
Öffentlichkeit eine Plattform für eine experimentelle, kritische
Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen und künstlerischen
Themen. Die NGBK nutzt seit 1992 zwei Etagen in der Oranienstraße 25,
zeigt Ausstellungen (Erdgeschoss), organisiert Veranstaltungen und
Diskussionen (1.OG) und realisiert häufig Projekte in Kooperation mit
anderen Institutionen und im öffentlichen Raum. Das
Werkbundarchiv - Museum der Dinge wurde 1973 als ein von der
Studentenbewegung geprägter Verein in Berlin gegründet, arbeitet seit
2007 am Standort in der Oranienstraße und nutzt ebenfalls zwei Etagen für
Museum/Ausstellung (3. OG) und Archiv/Bibliothek (1.OG). Das Museum
sammelt designhistorisch bedeutsame Objekte sowie Archivalien und
Gegenstände zur Dokumentation des von der Warenkultur geprägten, modernen
Alltags und zeigt diese Sammlungen in der Form eines offenen Depots. Das
Werkbundarchiv - Museum der Dinge versteht sich als museale
Versuchsanstalt, in der die Geschichte der Dinge im 20. Jahrhundert immer
wieder neu wahrgenommen wird und wahrnehmbar gemacht wird. Im Ausstellungsraum der NGBK, ist
"Knast sind immer die anderen" (22.
August - 27. September 2009) zu sehen. Aus unterschiedlichen Perspektiven
befragen die beteiligten KünstlerInnen die Grenzen und Durchlässigkeiten
der Institution Gefängnis. Mit Arbeiten von: ArtSourceLab, Angelika
Böck, Mauricio Dias und Walter Riedweg, Wannes Goetschalckx, Susanne
Hanus, Katharina Heilein, Heide Hinrichs, Nadin Reschke, Laurie Jo
Reynolds, Judith Siegmund, M.B. und Doreen Uhlig, Karen Weinert, Eyal und
Ines Weizman, Artur Zmijewski.
In den Räumen des Museums der
Dinge ist neben der ständigen Schausammlung die Sonderausstellung "Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des
Ungeschmacks" zu sehen, die auf einem 100 Jahre alten System
zur Kategorisierung von "Geschmacksverirrungen" basiert. Die von dem
Stuttgarter Museumsmann Gustav Pazaurek sehr bildhaft beschriebenen
Gestaltungsfehler liegen im verwendeten Material, der Konstruktion und dem
Dekor von Dingen. In der Ausstellung werden historischen Hausgreueln
zeitgenössische Designobjekte bis hin zur Massenware gegenübergestellt
und damit ein Spannungsfeld erzeugt, das Fragen zu unserem Wertesystem den
Dingen gegenüber eröffnet.
Am Tag der offenen Tür wird das
jeweilige aktuelle Ausstellungsprogramm beider Institutionen vorgestellt /
Eintritt und Führungen frei.
16 Uhr: Führung durch die Ausstellung Knast sind immer die anderen (NGBK) und Abschluss in der
Ausstellung Böse Dinge. Eine
Enzyklopädie des Ungeschmacks
18 Uhr: Führung
durch die Ausstellung Knast sind immer die
anderen (NGBK) und Abschluss in der Ausstellung Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks
20 Uhr: Führung durch die Ausstellung Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks (Museum der
Dinge) und Abschluss in der Ausstellung
Knast sind immer die anderen (NGBK)
22 Uhr: Führung durch die Ausstellung Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks (Museum der
Dinge) und Abschluss in der Ausstellung
Knast sind immer die anderen (NGBK)
Dauer der Führungen max. 1 Stunde, der Treffpunkt im Hof ist
ausgeschildert.
Zusätzlich finden zwei ausstellungsvertiefende
Führungen in der NGBK zu Knast sind immer
die anderen um 15 und um 17 Uhr statt.
Im Hof können
Sie sich bei kühlen Getränken, einem kleinen Snack, Projektionen und
Musik noch weiter über unsere Institutionen informieren, wir stehen Ihnen
gerne für Fragen zur Verfügung und freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu
kommen.
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