Eröffnung: Erotik der Dinge
Sammlungen zur Geschichte der Sexualität

Mittwoch, 02.05.2018, 19 Uhr, Eintritt frei

Laufzeit: 03.05. bis 27.08.2018

Eine doppelbödige Taschen­uhr, ein hölzerner Teigschaber, ein glänzender Lederstiefel, eine frische Schrippe – nicht erst seit Freud werden Dingen erotische Qualitäten zuge­schrieben. Die Ausstellung 'Erotik der Dinge' widmet sich der materiellen und immateriellen Produktion von Erotik. Form und Farbe, Zweck und Gebrauch, implizite Anspielung und explizite Darstellung machen Dinge zum Gegenstand eroti­scher Phantasien, aber auch zu beredten Zeugnissen einer Kulturgeschichte der Sexualität.

Kanne Muschel Telefon Erotik der Dinge

Kanne mit Liebespaar (China, o.J.), Sammlung Naomi Wilzig, Foto: Robert Harbour. Rote Helmschnecke, Telefon "Rolling Stones" Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Foto: Armin Herrmann.

Anhand von Beispielen u.a. aus den Sammlungen der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld (1868­-1935) und Alfred Kinsey (1894­-1956) sowie der Kunstsammlung von Naomi Wilzig (1934­-2015) beleuchtet die Ausstellung unterschiedliche Arten und Ziele des Sammelns, Klassizierens, Präsentierens und Inter­pretierens erotischer Dinge. Die Ausstellung fragt, was Erotik, Sexualität und Porno­ gra e unterscheidet, wie erotische Dinge Geschlech­terverhältnisse verfestigen oder aufösen und wie der alltägliche Gebrauch von Dingen selbst Liebes­töter in Liebesmittel verwandeln kann.

Eine Gemeinschaftsausstellung der Forschungsstelle Kulturgeschichte der Sexualität an der Humboldt­ Universität zu Berlin und des Werkbundarchiv – Museum der Dinge in Kooperation mit dem Kinsey Institute und dem World Erotic Art Museum. Medienpartner sind DAS MAGAZIN und form.


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