Jour fixe:
die FOTOTHEK zu Gast im Museum der Dinge

Montag, 05.03.2018, 19 Uhr
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Was haben ein tragbarer Plattenspieler, gerahmte Bilder, Dias, Fotoabholzettel, Stempel, Karteikästen und eine Hotelklingel gemeinsam? Im Rahmen der Ausstellung FOTO | ALBUM stellt die Künstlerin Anke Heelemann (Weimar) Dinge aus ihrem Fundus vor. Allesamt gehören sie zu ihrem Langzeitprojekt FOTOTHEK und stehen für jeweils eine Aktion, Intervention, Ausstellung oder Performance. Das Besondere an diesen Formaten: Alle entstehen im Rückgriff auf ihre umfangreiche Sammlung an anonymen, vergessenen Privatfotografien, Dias und Fotoalben.

Unter dem Label FOTOTHEK vereint sich eine große Bandbreite künstlerischer, vorrangig interaktiv-performativer Unternehmungen: von der »Führung« eines Fachgeschäfts für vergessene Privatfotografien mit öffentlichem Archiv und Bildausleihe, über Bildnachrichtendienste, Projektionsparcours und Heftstellen bis hin zu Ansteckköpfen, improvisierten Diaabenden und Fotoratgeberlesungen. Anke Heelemann lädt das Publikum an diesem Abend ein, mit ihr in 10 Jahre Projektgeschichte(n) einzutauchen.

Zentral in Heelemanns Arbeit ist die Frage nach dem Wert dieses „Bildabfalls“. Sie sucht über unterschiedliche Präsentationsformen nach Möglichkeiten des Umgangs mit den vermeintlich banalen Fotografien und transferiert diese so in die Gegenwart. Durch die permanente Neuordnung des Archivs initiiert sie eine Auseinandersetzung mit der Konstruktion von Identität in Fotografien sowie ein Nachdenken über individuelle und kollektive Erinnerung.

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Anke Heelemann (*1979) arbeitet seit 2006 unter dem Label FOTOTHEK. Verschiedenste Projekte, Aktionen und Veranstaltungen konnten national und international umgesetzt werden. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen gehören ebenso in ihr Portfolio wie umfangreiche Auftragsarbeiten. Sie studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, an der Bauhaus-Universität in Weimar, am College of Fine Arts in Sydney, Australien und war u.a. Stipendiatin der Kulturstiftung Thüringen, erhielt die Graduiertenförderung der Bauhaus-Universität Weimar und des Frei­staats Thüringen. Anke Heelemann lebt und arbeitet in Weimar.
www.vergessene-fotos.de

Moderiert wird der Abend von der Kurtorin der Ausstellung Sophie Schulz.
Der Eintritt ist frei.