Werdegang der Dinge

Mittwoch, 16. November 2022 bis Montag, 17. April 2023
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Der Werdegang der Perlon-Faser, Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Foto: Armin Herrmann. 

Können Dinge ihr Leben selbst erzählen? Heute ist die Ding-Biographie ein Begriff, den etwa die Konservierungswissenschaften oder die material culture studies verwenden, um Dinge in ihrer Zeitlichkeit beschreiben und analysieren zu können. In theoretischen Diskursen ist die Eigenmacht der Dinge, ihre agency, längst zum Gemeinplatz geworden. Die Ausstellung „Werdegang der Dinge“ nimmt das Konzept der Objektbiographie zum Ausgangspunkt, spürt seinen Ursprüngen nach und fragt, was eigentlich ein Dingleben ist und wie auf der anderen Seite unsere Wahrnehmung von Dingen – ihre Biographie – erfasst werden kann. Die Ausstellung zeigt, warum und in welchen Kontexten Objektbiographien erzählt oder dargestellt und wie Dinge verändert werden, um ihr Leben – sei es ein Innenleben, ein Werdegang, ihr Lebensabend oder ihr Tod – zu fixieren und erfahrbar zu machen. Damit reflektiert die Ausstellung auch die Rolle des Museums.