Apple Macintosh Powerbook 150 | Ding des Monats Januar 2021

Ding des Monats Januar 2021
Apple Macintosh Powerbook 150

Apple Macintosh Powerbook 150
Macintosh Powerbook 150, Apple Computer Inc., 1994. Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Berlin. Foto: Armin Herrmann.

„Nicht viele, die den Apparat benutzen, wissen, welche Verheerungen einst sein Erscheinen in den Familien verursacht hat. Der Laut, mit dem er […] anschlug, war ein Alarmsignal, das nicht allein die Mittagsruhe meiner Eltern sondern das Zeitalter, in dessen Herzen sie sich ihr ergaben, gefährdete.“ 

Mit diesen Worten erinnert sich Walter Benjamin in seiner „Berliner Kindheit um 1900“ an die Einführung der privaten Telefone. Die Beobachtung erinnert uns daran, dass technische Neuerungen immer zugleich Erleichterungen wie neue Herausforderungen und Aufgaben bedeuten können. In Zeiten, in denen aufgrund der Pandemie das Arbeiten im Home-Office an Bedeutung gewinnt, heißt das vor allem, dass durch die fortschreitende Technologie das Arbeiten zwar immer mehr erleichtert wird, gleichzeitig Arbeitszeit und Arbeitsplatz jedoch zunehmend mit dem privaten Leben verschmelzen. Benjamin weist auch darauf hin, wie schnell die Auswirkungen einer technischen Neuerung in Vergessenheit geraten, wenn sie uns  selbstverständlich erscheint. 

Das erste Ding des Monats im neuen Jahr steht dafür exemplarisch: das Macintosh PowerBook 150 von Apple, zu sehen in unserer Dauerausstellung. Der 1994 auf den Markt gebrachte Computer mit Kunststoffgehäuse war mit einem Preis von etwa 1500$ für seine Zeit vergleichsweise günstig. Durch sein Gewicht von 2,6 Kilo war er zudem schon damals leicht zu transportieren, auch wenn eine Rechenleistung von 33 MHz und ein Arbeitsspeicher von 4 bis 40 MB heute gering erscheinen.