Bürgerlich-dekadent oder modern?
Gebrauchsgrafik der DDR unter dem Einfluss der Avantgarde

Donnerstag, 02. Dezember 2021, 19 Uhr
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Blick in die Ausstellung "Alltag formen! Bauhaus-Moderne in der DDR", Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Foto: Armin Herrmann, 2021. 
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Form+Zweck, Fachzeitschrift für industrielle Formgestaltung, Jg. 1983, Heft 5 (Hrsg.: Amt für Industrielle Formgestaltung); Titelentwurf: Lothar Schelhorn, Foto: Armin Herrmann für Museum Utopie und Alltag.

Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung Alltag formen! Bauhaus-Moderne in der DDR“, einer Wanderausstellung des Museum Utopie und Alltag, Eisenhüttenstadt, laden wir Sie herzlich zum Vortrag von Dr. Sylke Wunderlich, Kunsthistorikerin, Stiftung Plakat Ost und Mitkuratorin der Ausstellung ein.

In den meisten Fällen wird der Begriff Bauhaus vornehmlich mit Architektur und Industriedesign in Zusammenhang gebracht. Jedoch war von Beginn an, also mit der Gründung des Bauhauses und Veröffentlichung erster schriftlicher Manifeste, Appelle, Einladungen, Postkarten und Plakaten grafische Gestaltung gefragt. Diese besonderen Ausdrucksformen unter Verwendung grafischer Zeichen in reduzierter Farbigkeit und ausgewählter Schriften hatte auf die Gebrauchsgrafiker der DDR einen enormen Einfluss. Ausgehend von Jan Tschicholds elementarer typographie und von Gestaltungsbeispielen der Avantgarde wie De Stijl oder des Ringes neue Werbegestalter bemühten sich Grafiker nach 1945 um moderne Ausdrucksformen im Bereich Plakat, Buchgestaltung oder Zeitschriftendesign bis hin zu Signet und Marke. Mit dem Vortrag stellt Dr. Sylke Wunderlich u. a. grafische Arbeiten von Walter Funkat, Max Gebhard, Frank Neubauer, Hajo Rose, Gerhard Voigt und Klaus Wittkugel vor.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. 

Eine Anmeldung unter info@museumderdinge.de ist notwendig.

Es gilt die 2-G-Regel. Die genauen Hygienemaßnahmen finden Sie hier