Podiumsgespräch
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Donnerstag, 26. August 2021 um 19 Uhr
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Albert Krause und Mitarbeiter des Instituts für Entwurf und Entwicklung an der Burg Giebichenstein 1959, Foto: Danz.
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Kofferradio "Puck", Entwurf: Albert Krause 1951, Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Foto: Armin Hermann. 

In dieser Vortragsveranstaltung geht es um die Wirkungen und Nachwirkungen des Instituts für industrielle Gestaltung auf Lehre und Forschung an der Burg Giebichenstein, heute Kunsthochschule Halle. Festgemacht wird dieses Wirken an physisch dargebotenen Gestaltungsobjekten und designwissenschaftlichen Dokumentationsbeispielen. 

Der Designer Frithjof Meinel vom Rat der Stiftung Industrie- und Alltagskultur stellt das Thema und das Podium sowie die Burg Giebichenstein vor. Zusammen mit Wieland Krause, bildender Künstler und Sohn von Albert Krause, der von der ersten Stunde an im Institut für industrielle Gestaltung mitarbeitete, stellt er unter anderem die Gestaltung des „kleinreisesupers puck" aus dem Jahr 1951 multimedial vor. 

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Camping-Geschirr, Entwurf: Hans Merz, VEB Presswerk Tambach, Tambach-Dietharz, 1957/58, Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Foto: Armin Herrmann. 

Der Kulturwissenschaftler Michael Suckow gibt exemplarischen Einblick in die design-wissenschaftlichen Kolloquien und Symposien an der Burg Giebichenstein 1977–2015. Dabei handelte es sich um 21 ereignisreiche Treffen, in denen international referiert und diskutiert wurde. Die Haltungen, Methoden und Umsetzungsstrategien waren Gegenstand der mehrtägigen Veranstaltungen. Sie waren aber nicht nur die Inhalte der Diskurse, sondern flossen auch in Lehre und Forschung an der Hochschule ein.

Der Designer Stephan Schulz lehrt an der Hochschule Wismar und stellt das System-denken von Hans Merz am Beispiel des Stapelgeschirrs „Preta" dar, das dieser in dem nachfolgenden Institut für angewandte Kunst 1958 entwarf. Außerdem erklärt er die Weiterentwicklung von Konsumgütern in der DDR über lange Zeiträume. Beispielhaft dafür steht eine ganze Reihe von Blumengießkannen. Was diente dabei der Gebrauchs- und Herstellungsoptimierung und was war lediglich ästhetischer Reiz des Neuen? 

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Es sind die entsprechenden Hygienemaßnahmen einzuhalten. Wir bitten um vorherige Anmeldung unter info@museumderdinge.de.