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Die bisherigen Ausstellungen des Museums als Liste und eine Auswahl von Einzel-Präsentationen (im Aufbau)

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AKTUELLE AUSSTELLUNGEN






Made in Germany – Politik mit Dingen. Der Deutsche Werkbund 1914



25. September 2014 – 16. März 2015



Plakat „Deutsche Werkbundausstellung Coeln 1914“
Entwurf:  F. H. Ehmke
© Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge / Foto: Armin Herrmann
Am Vorabend des Ersten Weltkriegs betrieb der 1907 gegründete Deutsche Werkbund (DWB) eine wahrhafte Mobilmachung der Dinge: Durch eine zweckmäßige, sachliche und standardisierte Gestaltung sollte das Label „Made in Germany“ nicht länger ein von England erdachter und ausgestellter Ausweis mangelhafter Qualität deutscher Produkte sein. Im Gegenteil: „Made in Germany“ sollte sich zu einem Gütesiegel wandeln und die Exportfähigkeit des Deutschen Reiches in großem Maßstab befördern.

Sieben Jahre nach seiner Gründung präsentierte der Reformverband unter dem Titel „Deutsche Werkbund-Ausstellung Cöln 1914“ erstmals einem internationalen Publikum eine groß angelegte Bestandsaufnahme seiner Arbeiten im Bereich der Produktkultur und Architektur.
Die Leistungsschau war ein nationales Großereignis und wurde in Anwesenheit des Kaisers eröffnet. Durch den Kriegsbeginn musste die Schau jedoch vorzeitig und mit großen ökonomischen Verlusten abgebrochen werden.

Die Ausstellung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge nutzt die historische Kölner Ausstellung als Bezugspunkt, um in den frühen kommunikativen und gestalterischen Strategien des Deutschen Werkbunds nationalökomische und kulturpolitische Zielsetzungen deutlich zu machen.

Unter dem Titel „Made in Germany – Politik mit Dingen. Der Deutsche Werkbund 1914“ wird insbesondere das Werkbund-Konzept einer nationalen Moderne auf der Basis programmatischer Werkbundbegriffe kritisch hinterfragt und von der internationalen Moderne nach dem Ersten Weltkrieg abgesetzt.

Historische Abbildungen des Glashauses von Bruno Taut
erbaut 1914 auf der Werkbund-Ausstellung
in: Jahrbuch des Deutschen Werkbunds, Jena 1915





Der Schwerpunkt der Ausstellung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge liegt auf warenästhetischen Phänomenen wie der Produktverpackung, Markenbildung, Werbung und Schaufenstergestaltung. In der Schau werden zum einen Bereiche in der bestehenden Dauerausstellung zur frühen Phase der Werkbundgeschichte verfeinert und über zusätzliche Elemente neu kontextualisiert. Zum anderen knüpfen Installationen wie architektonische Modelle des Reklame-Pavillons für die Glasindustrie von Bruno Taut und eine „Ladenstraße“ an die historische Ausstellung des Jahres 1914 an. Ein zentraler Bereich der Ausstellung informiert über den direkten Einfluss des Ersten Weltkriegs auf die Produktgestaltung.



Tee- und Wasserkessel
Entwurf: Peter Behrens für AEG, 1909
propagiert im „Deutschen Warenbuch“ 1915
© Sammlung Werkbundarchiv – Museum der Dinge / Foto: Armin Herrmann


Kulturhistorisch und für das Werkbundarchiv – Museum der Dinge von ganz besonderem Interesse sind die im Vorfeld der Ausstellung geführten Auseinandersetzungen um die kulturpolitischen Ziele des DWB. Diese Debatten kulminierten in einem auf der Jahresversammlung im Kontext der Kölner Ausstellung ausgetragenen Streit über die Grundlagen der ästhetischen Gestaltung – den so genannten Werkbund- oder Typisierungsstreit – eine Auseinandersetzung, die bis heute design- und kulturtheoretisch relevant ist.

Dabei geht es letztlich um die Fragen: Welche Rolle spielt die Kultur im Kontext nationaler Identität, welche Auffassung von Kultur und welche Art der Modernisierung setzt sich durch?

Die Ausstellung wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Vertiefende Informationen und Pressebilder zur Ausstellung finden Sie hier






GEPLANTE AUSSTELLUNGEN:


CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design

20. März 2015 bis 6. April 2015
Vernissage: 19. März 2015, 19 Uhr

In der Kreuzberger Design-Manufaktur CUCULA produzieren fünf junge Männer, Geflüchtete aus westafrikanischen Ländern, hochwertige Designobjekte: engagiert bauen sie sich selber eine Grundlage für ihre Zukunft! Unterstützt werden sie dabei von Designern, Pädagogen und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Gemeinsam unterhalten sie einen lebendigen Produktionsraum, in dem Wissen über Holzverarbeitung, Design und Gestaltung von gesellschaftlichen Prozessen in einen kreativen Austausch treten.

CUCULA
© Foto: Verena Brünning

Das Werkbundarchiv - Museum der Dinge stellt die Produktionen der jungen Möbelbauer vor. Dabei wird Bezug genommen auf das Möbel-Selbstbau-Programm „Autoprogettazione“ des italienischen Designers Enzo Mari und auf seine Vision einer Demokratisierung des Designs.

Die gezeigten Möbelkonstruktionen folgen konsequent der Maxime des ethischen Designs, indem Enzo Mari Modelle für eine andere Gesellschaft entworfen hat. Das korrespondiert mit den Erfahrungen der Flüchtlinge: Mit dem Blick für das Notwendige integrieren sie Relikte ihrer unfreiwilligen Reise nach Europa und bereichern die Funktionalität durch Geschichten. So werden etwa alte Schiffsbohlen aus Lampedusa in die Möbel eingebaut - als Botschafter ihrer Fluchtgeschichten: karg, funktional, gleichzeitig poetisch und kämpferisch.

Gleichzeitig zeigen die fünf jungen Gestalter Objekte und Zeichnungen - kleine Zeugen einer Begegnung mit Berliner Senioren, die selber Kriegsflüchtlinge waren. In einem Workshop des Programms CUCULA Education haben sie ihre Erfahrungen ausgetauscht.

Das CUCULA-Experiment fand bereits große Aufmerksamkeit. So reiste das Möbelbauerteam im April 2014 zur Designmesse nach Mailand. Es folgten zahlreiche Medienbeiträge und Einladungen zu internationalen Messen und Veranstaltungen.
Während einer crowdfunding-Kampagne im Herbst 2014 konnte CUCULA seine besondere Designproduktion als selbstbewusstes StartUp und gleichzeitig als Möglichkeitsraum für Geflüchtete vorstellen – über 330 Möbelbestellungen wurden eingeholt.

CUCULA Holzwerkstatt
© Foto: Verena Brünning


CUCULA.org
// Ein Projekt des Vereins CUCULA e.V. in Kooperation mit dem Internationalen JugendKunst- und Kulturhaus Schlesische27






EPHEMERA

Werbegrafik aus der Sammlung Alltagsdokumente

11. April 2015 bis 5. Juli 2015
Eröffnung: Freitag, 10. April 2015, 19 Uhr

Weltkugeln, Feuerlöscher, Bohrmaschinen, Dunstabzugshauben, Pelzmäntel, Brathähnchen, Teppiche, Fernsehapparate, Kreise, Streifen, Linien und Farben:
Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge präsentiert mit mehr als 450 Werbegrafiken aus seiner Sammlung von Alltagsdokumenten einen Bilderkosmos des Alltags. Täglich erscheinen Motive und Formen einer trivialen Konsum- und Medienwelt auf zweidimensionalen Drucksachen. Enden diese im Altpapier, verschwinden auch ihre Bilder und Zeichen.

 


Die Ausstellung mit ausgewählten Werbegrafiken von den 1910er Jahren bis heute ermöglicht eine seltene Zusammenschau dieser ephemeren Bilder. Sie werden in ihrer für sie kennzeichnenden Vielfalt und in einer assoziativen Anordnung gezeigt. Die Bildgruppierung ist das Resultat einer Art Wilderei im eigenen Archiv, da sie derzeitige archivarische Ordnungen überschreitet und eine Neuordnung visuell erprobt. 




Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge versteht sich als lebendiges Archiv, das stetig neue Alltagsphänomene zu fassen und das Besondere im Alltäglichen zu definieren sucht. Auch die Sammlung Alltagsdokumente ist kein abgeschlossenes Gebiet. Ähnlich wie die Dauerausstellung dem Prinzip des "Offenen Depots" folgt, ist die Sonderausstellung "Ephemera" als "Offenes Archiv" angelegt, das Prozesse von Sammeln und Ordnen sichtbar macht und neue mögliche Sammelthemen aufzeigt.

In ihrer Vermittlerrolle zwischen Produkt und Konsument bereichert die Werbegrafik die Dauerausstellung des Museums zur dinglichen Warenkultur. Die attraktive Flachware erscheint als Stichprobe einer vertrauten und zuweilen kuriosen Bildsprache der Konsumgesellschaft.

Das sonst zeitlich und räumlich flüchtige Material kann in der Sonderausstellung "Ephemera" länger betrachtet und Analogien und Brüche zwischen den Bildern entdeckt werden.
Historische wie aktuelle Dokumente finden sich in den Bildgruppen und verdeutlichen die Kontinuität von immer wiederkehrenden visuellen Phänomenen und den damit transportierten menschlichen Grund- und Luxusbedürfnissen.

Kuratorin der Ausstellung: Lena Schramm
Weitere Informationen sowie Bildmaterial finden Sie unter Presse.

Die Ausstellung "Ephemera" wird unterstützt von MagPaint europe, supermagnete.de und Union Wertstoffhandel GmbH.










Wandschmuck - Fundstücke aus den Sammlungen des Museum der Dinge
STANDBY – Vom Leben mit Geräten
Ince belli / Schlanke Taille
Transformationen
Scherben
Ressource HandWerk
Zur Zeit
3 x sammeln designhistorisch, kulturhistorisch, ästhetisch
Im Inneren der Apparate
"To Go or Not to Go" - Vom "schön gedeckten Tisch" zur "Coffee-to-Go-Kultur"
5. RecyclingDesignpreis 2012 im Museum der Dinge
Das Wohnhaus des Architekten. Hermann Muthesius, Christoph Ingenhoven, Karl-Heinz Schmitz
Schreiben & Bauen. Der Nachlass von Hermann Muthesius im Werkbundarchiv – Museum der Dinge
ISTANBUL ALPHABET von çokçok bis zikzak
Museumsbauhütte II – Künstlerische Museen und Museumsentwürfe
4. Recycling Designpreis 2010 im Museum der Dinge
Gastausstellung »Blender – vom schönen Schein«
strahlend grau – herbert hirche zum 100. geburtstag
Materialprüfung - Funktionsprinzipien der Dinge
Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks
Museumsbauhütte. Zwölf künstlerische Museen und Museumsentwürfe
Detour. The Moleskine Notebook Experience
Mobilien. 1000 Möbel auf 80 Quadratmetern
Kampf der Dinge. Eine Ausstellung im 100. Jahr des deutschen Werkbunds
Novalis Kenotaph. Eine Ausstellung über das Fremdwerden in der frühen Romantik
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DING des Monats 02-15



Glashaus von Bruno Taut, Köln 1914, Modell 1:20


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