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Die bisherigen Ausstellungen des Museums als Liste und eine Auswahl von Einzel-Präsentationen (im Aufbau)

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Dinge pflegen - Dingpfleger werden!


AKTUELLE AUSSTELLUNGEN






Transformationen - Konzepte der Umnutzung von Dingen

„TUB_CHAIR“, Entwurf: Michael Kapfer, Foto: Armin Herrmann
























27. März 2014 bis 19. Mai 2014

 
Recycling, Re-Use, Weiternutzung, Verwertung, Umnutzung – durch Verwendung von Hausmüll und Industrieabfällen für die Gestaltung von Produkten entsteht oftmals nicht nur neuer Wertstoff im ökonomischen Sinne sondern auch auf ideeller oder persönlicher Ebene.
 
Die Gründe für die Weiterverwertungen sind Notzeiten und Mangelsituationen oder konträr dazu die Abfallvermeidung und Ressourcenschonung in Überflussgesellschaften. Auf der Konsumentenebene spielen persönliche Positionen eine Rolle wie der Wunsch nach einem nachhaltigen Lebensstil, die Vorliebe für handwerkliche Einzelstücke im Gegensatz zur standardisierten Massenware oder die Identifikation mit dem selbst Gebauten anstatt dem anonymen Industrieprodukt.

de_escalator“, Entwurf: Michael Hensel, Foto: Armin Herrmann

Die in der Ausstellung „Transformationen“ gezeigten Objekte stammen aus verschiedenen Sammlungen des Museums, z.B. dem Bereich der „Notprodukte“ oder der „Selbstbau-Objekte“ und aus dem Kontext des Recycling-Designpreises.

Allen Objekten ist gemein, dass über die bloße Nutzung gebrauchter Materialien hinaus, oftmals eine Umwertung oder Umcodierung auf der Bedeutungsebene stattgefunden hat. Denn bei der Umformung kommen nicht nur die materiellen Ressourcen zum Tragen, sondern auch die den Stoffen eingeschriebenen kulturellen, sozialen oder persönlichen Aspekte.
 
So werden Objekte etwa durch Verdecken ihrer militärischen Nutzung „zivilisiert“, durch Sichtbarmachung ihrer Gebrauchsspuren aufgewertet, mit historisierender Patina veredelt oder sind ironische Kommentare auf den modischen, nachhaltigen Lebensstil oder Mahnmal des Anti-Konsums.

Schuldenhemd von Swetlana Schmidt, Foto: Armin Herrmann
Zu sehen sind u.a.:

- das „Schuldenhemd“, der Gestalterin Swetlana Schmidt, das aus den Kontoauszügen ihrer verstorbenen, zu Lebzeiten verschuldeten Großmutter entstand

- „Indigo / Blauholz“-Shirts von Hannes Fleckstein, der die Nutzungsspuren vorheriger Träger durch Einfärbung erkennbar gemacht hat

- kunstvoll gearbeitete Möbelstücke aus entsorgten Obstkisten von Henry Baumann (1. Preis des RecyclingDesignpreises 2013)

- Notprodukte aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bzw. „zivilisierte“ militärische Konversionsobjekte und der Hornbach-Hammer aus Panzerstahl, der mit diesem historischen Sammlungsbereich verknüpft ist.

130“, Entwurf und Foto: Henry Baumann

Das Anliegen der Ausstellung ist es, unterschiedliche Konzepte der Umnutzung zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Am 7. April 2014 gibt es außerdem die Gelegenheit im Rahmen des Jour fixes mit beteiligten Designern ins Gespräch zu kommen.
 
Beteiligte Designer und Firmen: Henry Baumann; Anna Bormann; Evelyn Bracklow; Hannes Fleckstein; Roswitha Berger-Gentsch; Michael Hensel; Kimidori; Michael Kapfer; Magnus Mewes; Waltraud Münzhuber; Markus Rother; Swetlana Schmidt; SCHMIDTTAKAHASHI sowie: Felix Kaiser / Dirk Wember; Michael Kemper / Björn Kwapp / Felix Wunderlich; Laura Jungmann / Monika Nickel / Cornelius Réer / Matthias Blindow; Christian Frank Müller / Louise Knoppert / Amanda Österlin La Mont

Weitere Informationen zum RecyclingDesignpreis siehe:
http://www.recyclingdesignpreis.org/startseite

Zur Ausstellung gibt es keine Eröffnungsveranstaltung.



Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung

Hantel aus einem Panzerketten-Glied, vermtl. 1980er Jahre, Kontext verlassene Sowjet-Kasernen, Sammlung Museum der Dinge, Foto: Armin Herrmann






Jour fixe 07. April 2014 um 19 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung und anschließendes Gespräch mit beteiligten Designern, u.a. Henry Baumann, Anna Bormann, Hannes Fleckstein und Michael Hensel.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen:
http://www.museumderdinge.de/programm/veranstaltungen/








Ince belli / Schlanke Taille

Autorenschrank Koray Ozgen (mit Fuat Ozgens Teeglas-Sammlung)

21. März 2014 – 19. Mai 2014

Sammlung Fuat Ozgen, Foto: Christophe Dellière











































Fuat Ozgen sammelt Objekte und Ephemera. Ein Gespräch mit seinem Bruder Koray Ozgen begründete seine Leidenschaft für Teegläser mit „schlanker Taille“ (ince belli) und führte in den folgenden Jahren zu einer umfangreichen Sammlung dieser überwiegend in Anatolien seit dem frühen 20. Jahrhundert benutzten Gefäße.

Innerhalb des Autorenschranks im Werkbundarchiv - Museum der Dinge stellt der in Paris lebende Designer Koray Ozgen nicht nur die Sammlung seines Bruders vor, sondern auch seine persönliche Sichtweise der Dinge. Er entwickelt eine Anordnung oder Klassifizierung, die auf familiären Begegnungen und Kindheitserinnerungen sowie Reflexionen über Populärkultur beruht.

Mit dieser Schrankordnung wird jedoch weder die Geschichte eines Artefakts oder nur eine persönliche Erinnerung beschrieben. Vielmehr lädt Koray Ozgen den Betrachter ein, einen Weg zwischen Handwerk und Industrie, Persönlichem und Öffentlichem, „Schönem“ und „Hässlichem“, Ursprünglichem und Angeeignetem zu finden.

Der Autorenschrank ist ein Präsentationsformat in der Schausammlung des Museums und wird von Sammlern, Designern oder Künstlern mit wechselnden Anordnungen für einen begrenzten Zeitraum bespielt.

Die Anordnung von Koray Özgen ist vom 21. März 2014 – 19. Mai 2014 zu sehen.

Sammlung Fuat Ozgen, Foto: Christophe Dellière















































GEPLANTE AUSSTELLUNGEN:




"Made in Germany – Politik mit Dingen. Der Deutsche Werkbund 1914"

(Arbeitstitel)
Geplanter Ausstellungszeitraum: August 2014 - Januar 2015

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds (HKF)

Am Vorabend des Ersten Weltkriegs betrieb der 1907 gegründete Deutsche Werkbund (DWB) eine wahrhafte Mobilmachung der Dinge: Durch eine zweckmäßige, sachliche und standardisierte Gestaltung sollte "Made in Germany" nicht mehr ein von England erdachter und ausgestellter Ausweis mangelhafter Qualität sein. Sondern es sollte im Gegenteil zu einem Gütesiegel werden und die Exportfähigkeit des Deutschen Reiches in großem Maßstab befördern.
Der historische Bezugspunkt für das hier zur Förderung beantragte Ausstellungsprojekt ist die "Deutsche Werkbund-Ausstellung Cöln 1914" – ein nationales Großereignis, das im Mai 1914 eröffnet und durch den Kriegseintritt des Deutschen Reiches Anfang August abgebrochen wurde.

Im Kontext der Ausstellungen, die im nächsten Jahr zum Thema "Erster Weltkrieg" zu erwarten sind, plant das Museum mit diesem Projekt, einen kritischen kulturhistorischen Beitrag zu leisten, um in den frühen kommunikativen und gestalterischen Strategien des Werkbunds nationalökomische und kulturpolitische Zielsetzungen deutlicher wahrnehmbar zu machen. Insbesondere das Werkbund-Konzept einer nationalen Moderne ist kritisch zu hinterfragen und ins Verhältnis zu anderen Avantgardebewegungen zu setzen. Programmatische Begriffe wie "deutscher Stil", "einheitlicher Formausdruck", "Qualität", "Sachlichkeit", "Typisierung" sollen in ihrem Bezug zu konkreten beispielhaften Dingen analysiert und fundiert werden. Der thematische Schwerpunkt liegt auf warenästhetischen Phänomenen wie der Produktverpackung, Markenbildung, Werbung und Schaufenstergestaltung, da die Sphäre des Handels als ein zentraler Bereich der kulturellen Kommunikation fungiert. In den Debatten über ästhetische Standards in einer sich konstituierenden industriellen Massenkultur und die ökonomischen Grundlagen der Gestaltungsarbeit ging es letztlich um die Fragen: Welche Rolle spielt die Kultur im Kontext der nationalen Identität, welche Auffassung von Kultur und welche Art der Modernisierung setzt sich durch?
In dem Projekt betreibt das Museum, mit Walter Benjamin gesprochen, eine "Archäologie der Moderne", um genauer nach der Wirksamkeit der historischen Positionen in der Gegenwart fragen zu können.







Scherben
Ressource HandWerk
Zur Zeit
3 x sammeln designhistorisch, kulturhistorisch, ästhetisch
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5. RecyclingDesignpreis 2012 im Museum der Dinge
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Schreiben & Bauen. Der Nachlass von Hermann Muthesius im Werkbundarchiv – Museum der Dinge
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Hantel aus einem Panzerketten-Glied


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