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Kaufen lernen. Ausstellungspolitiken und ethischer Konsum um 1900 Ein Vortrag von Prof. Dr. Gudrun König


Mittwoch, den 5. November, 19.00 Uhr


Kaufen lernen war Teil der Aufklärungsarbeit der Konsumentenligen, die sich vor dem Ersten Weltkrieg nach US-amerikanischem Vorbild in Europa gründeten. Bei allen nationalen Differenzen vernetzten sie sich und verständigten sich auf einen gemeinsamen Slogan.

Anschauungsmaterial, Wissenstransfer und der Schauwert der Dinge flankierten die frühe Erziehung zu einem ethischen Konsum um 1900. Die Idee des ethischen Konsums trennte nicht zwischen Arbeitsbedingungen, Produktqualitäten und Konsumentenverhalten und vereinte unterschiedliche politische Strömungen. Der Deutsche Werkbund verband sich etwa mit dem Käuferbund Deutschland, um mit (Wander-)Ausstellungen die Konsumentenaufklärung zu forcieren.  

Der Vortrag von Prof. Dr. Gudrun König verbindet die Konsum- und Sozialreformgeschichte vor dem Hintergrund ethisch akzentuierter Vorstellungen über Arbeitsbedingungen und Produktqualitäten, Zahlungsmoral und Einkaufszeiten, um die Komplexität des modernen Konsumierens zwischen Sozialreform und ästhetischer Erfahrung begreifbar zu machen.

Zur Person
Prof. Dr. Gudrun M. König lehrt seit 2007 am Institut für Kunst und Materielle Kultur der TU Dortmund. Sie studierte Empirische Kulturwissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft. Nach einem wissenschaftlichen Museumsvolontariat spezialisierte sie sich auf die Kultur- und Konsumgeschichte. Im Jahr 2004 habilitierte sie sich mit einer Studie zur Konsumkultur um 1900 an der Universität Tübingen. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die materielle, vestimentäre und visuelle Kultur.

Der Vortrag findet im Rahmen der Sonderausstellung "Made in Germany. Politik mit Dingen. Der Deutsche Werkbund 1914" statt und bildet zugleich den Auftakt zu der Arbeitstagung "Museumsstück und Stückgut. Vergleichende Betrachtung zur Museums- und Warenästhetik", die in Kooperation mit der Museumakademie / Universalmuseum Joanneum Graz organisiert wird.
  
 
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